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Erläuterungen zu den Gebühren und Gebührensystemen

Erschöpfende und detaillierte Erläuterungen zum Themenbereich Wasser-/Abwassergebühren würden wohl dicke Bücher benötigen. Wir möchten daher hier nur auf die wichtigsten und relevanten Dinge eingehen - eben auf jene, die für das Verständnis des Gebührenvergleichs zentral sind. Alle weiteren Infos entnehmen Sie bitte den Satzungen, die wir auf der vorherigen Seite für Sie verlinkt haben.

Die Gebührensysteme

In den Gebührensystemen der drei verglichenen Verbandsgemeinden ist Vieles gleich oder sehr ähnlich geregelt. Das liegt sicherlich auch an Vorgaben der Gesetzgeber.

Einige Dinge sind allerdings auch (sehr) unterschiedlich festgelegt. Hier dazu ein Überblick.

 

Gleich ist:

  • Die Trinkwassermenge wird nach m³ abgerechnet, wobei hier die Ablesungen der Wasserzähler ausschlaggebend sind.
  • Die Abwassermenge wird jeweils berechnet, indem von der Trinkwassermenge pauschal 10% abgezogen wird.
  • Die Tiefenbegrenzung der Grundstücke liegt in allen drei Fällen bei 50m. Die Grundstücksflächen "dahinter" können also zur Berechnung der Grundstücksfläche (in m²) nicht mehr herangezogen werden (oder nur in durch die Satzung genau festgelegten Ausnahmefällen).
  • Alle VGs erheben einen Wiederkehrenden Beitrag für die Beseitigung von Niederschlagswasser (Oberflächenwasser).

 

Wichtige Unterschiede sind:

  • Fürs Trinkwasser werden, neben den verbrauchsabhängigen Zahlungen, in allen VGs weitere Gebühren fällig. In KL-Süd heißen diese "Wiederkehrende Beiträge (WKB)", in Landstuhl "Grundgebühren für Trinkwasser" und in Waldfischbach-Burgalben "Wiederkehrende Beiträge für die Wasserzähler".
  • KL-Süd und Waldfischbach-Burgalben erheben ebenfalls WKB für die Schmutzwasserbeseitigung. Landstuhl nicht.
  • Die Fläche, die für die Berechnung der WKB (Wasser und Schmutzwasser) benötigt wird, errechnet sich aus der Grundstückfläche mal der Geschossflächenzahl. Diese beträgt in KL-Süd und Landstuhl 10% je Stockwerk, in Waldfischbach-Burgalben 15% je Stockwerk. Näheres dazu auch weiter unten.

Die Einheiten

Die Einheiten, die zur Berechnung Ihrer Gebühren herangezogen werden, erklären sich teilweise von selbst. Allerdings wird z.B. nicht immer die gleiche Fläche zur Berechnung der ausschlaggebenden Grundstücksgröße herangezogen. Daher hier einige Erkläuterungen:

 

  • Trinkwassermenge in m³: Hier ist die Wassermenge gemeint, die Sie laut Ihrem Wasserzähler verbraucht haben.
  • Wiederkehrende Beiträge Wasser: Die Fläche in m² errechnet sich aus Ihrer Grundstücksfläche, die mit der sog. "Geschossflächenzahl" multipliziert wird. Diese Zahl ist von den lt. Bebauungsplan möglichen Vollgeschossen abhängig. Mindestens zwei Vollgeschosse werden in jedem Fall berechnet. Das ist bei uns in Schopp auch der Regelfall. In KL-Süd und Landstuhl ist pro Vollgeschoss 10% aufzuschlagen. Die Geschossflächenzahl liegt also (für zwei Stockwerke) bei 1,2. In Waldfischbach beträgt der Zuschlag 15%, womit die Geschossflächenzahl 1,3 wäre.
  • Grundgebühr Wasser: Es handelt sich um einen Pauschalbetrag. Dieser wird nach der Zählergröße im Haus berechnet. Die Zählergröße bedeutet hier, die technisch maximal mögliche Durchflussmenge pro Stunde. Für Einfamilienhäuser kann hier der kleinste Zähler angenommen werden - somit auch der kleinste der Gebührensätze (Das ist auch durch Auswertung einiger Gebührenbescheide nachzuweisen).
  • Wiederkehrender Beitrag Wasserzähler: Auch dies ist ein Pauschalbetrag, der ebenfalls von der Zählergröße abhängt. Es gelten die Eräuterungen zur "Grundgebühr Wasser" entsprechend.
  • Schmutzwassermenge in m³: Die Schmutzwassermenge wird (bei Privathaushalten) errechnet, indem bei der Trinkwassermenge pauschal 10% abgezogen wird.
  • Wiederkehrender Beitrag Schmutzwasser: Die hier verwendete ausschlaggebende Grundstücksfläche wird ebenso berechnet, wie bei den "Wiederkehrenden Beiträgen Wasser".
  • Niederschlagswassergebühr: Die hier zur Berechnung benutzte Fläche in m² ist nicht die gesamte Grundstücksfläche, sondern nur der tatsächlich befestigte und an den Kanal angeschlossene Teil des Grundstücks.
  • Wiederkehrender Beitrag Niederschlagswasser: Auch hier wird nicht die gesamte Grundstücksfläche zur Berechnung herangezogen. Die Gesamtfläche wird durch einen Abminderungsfaktor (sog. "Grundfächenzahl") abgemindert. Die Grundflächenzahl ist im Bebauungsplan festgelegt oder (wenn nicht) macht die entspr. Satzung Vorgaben welcher Faktor im jeweiligen Gebiet zu verwenden ist.

 

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