Internetseite zur Zukunft der Gemeinde Schopp
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Erläuterungen zum Vergleich der Kreise

Warum sind nicht alle Zahlen vom gleichen Datum?

Die Datensätze stammen alle direkt vom Statistischen Landesamt Rheinland-Pfalz und sind somit amtlich.

Wir haben jeweils die neuesten, aktuellsten verfügbaren Zahlen verwendet. Dass nicht alle Zahlen genau vom gleichen Datum stammen ist also keine absichtliche Auswahl unsererseits, sondern liegt an Gründen der Datenerhebung.

Was haben "Schulden pro Einwohner" für eine Bedeutung?

Die Angabe der "Schulden pro Einwohner", oder auch "Prokopfverschuldung" genannt, mag manchen verwirren. Diese Angabe ist aber notwendig, um die Verschuldung verschiedener Kreise überhaupt vergleichen zu können. Eine Gebietskörperschaft könnte ja eine sehr hohe Gesamtverschuldung haben, aber auch eine sehr große Einwohnerzahl. Eine andere Körperschaft hat weniger Schulden, aber nur die Hälfte der Einwohner. Diese beiden wären am Gesamtschuldenstand kaum vergleichbar - die Umrechnung auf "Schuden pro Einwohner" stellt lediglich eine einheitliche Vergleichsbasis her.

Die Zahl bedeutet nicht, wie schon behauptet wurde, dass diese Summe in irgendeinem Fall irgendwann von den Einwohnern gefordert werden würde oder könnte. Das ist schlicht Blödsinn! Niemand wird bei Ihnen anklopfen und "Ihre" Prokopfverschuldung einkassieren.

 

Ein weiterer Vergleichswert: Der Durchschnitt der Prokopfverschuldung aller Landkreise in Rheinland-Pfalz liegt bei 834€/Einwohner. Der Kreis Kaiserslautern ist also mehr als doppelt so hoch verschuldet, wie der Durchschnitt - der Kreis Südwestpfalz dagegen liegt weit unter der Hälfte der Durchschnittsverschuldung.

Welche Aussagekraft hat der bestehende Schuldenstand?

Schulden, Schulden, Schulden...Schuldenbremsen und was sonst nicht alles. Spätestens seit Beginn der Eurokrise lässt und dieses Thema nicht mehr los.

Was aber haben die Schulden der Gebietskörperschaften für eine Bedeutung, vor allem im Zusammenhang mit der Diskussion um die beste Zukunft für Schopp?

 

Zunächst einmal wird immer wieder von "guten Schulden" und "schlechten Schulden" gesprochen. Prinzipiell ist es aber schon so, dass es natürlich am besten wäre, man würde weder "gute" noch "schlechte" machen.

Die sogenannten "guten Schulden" beziehen sich meist auf Investitionen in "Handfestes", wie z.B. Kauf, Bau oder Sanierung von Immobilien (Schulen, Straßen, Turnhallen, u.ä.). Denn diese Dinge haben einen bleibenden Wert, nicht nur in wirtschaftlicher/finanzieller Hinsicht, sondern auch einen bleibenden Nutzwert für die Menschen.

"Schlechte Schulden" hingegen wären Schulden, die zur Finanzierung von Vergänglichem aufgenommen werden. Im Privatleben würde man dies "Konsumkredit" nennen.

 

Es wurde bereits auf der Bürgerversammlung von manchem Redner darauf hingewiesen, dass wir an der Grundproblematik der Verschuldung wohl nichts ändern können. Dies bedeutete aber nicht - anders, als diese Redner es vorgaben - dass die Schuldenstände unwichtig in der Schopper Diskussion wären.

Natürlich werden alle Gebietskörperschaften auch in Zukunft Schulden machen. Bezüglich der zukünftigen Schulden ist es also egal, zu welcher Gebietskörperschaft Schopp gehören würde.

Bei den Schulden der Vergangenheit, also beim derzeitigen Schuldenstand, sieht es aber anders aus: Jede Ortsgemeinde muss über ihre Umlagen den Schuldendienst (Zinsen und Tilgung) der bestehenden Schulden mittragen. Das ist nur gerecht, wenn man an der Entstehung der Schulden auch beteiligt war. Im Falle von Schopp beispielsweise dadurch, dass der Kreis die Haupstraße (eine Kreisstraße) erneuert hat. Ungerecht ist es dann, wenn man, in einer neuen Gebietskörperschaft dazu herangezogen wird, Schuldendienst mit zu finanzieren, obwohl man aber bei der Entstehung der Schulden nicht beteiligt war - also auch nichts davon hatte (in unserem Beispiel also keine neue Straße).

 

Die bestehenden Schuldenstände der betroffenen Landkreise und Verbandsgemeinden sind somit für Schopp und seine Gemeindefinanzen sehr wohl ein Argument. Wo weniger Altschulden bestehen, müssen wir auch weniger Geldmittel aufbringen, um bei deren Zinszahlungen und Tilgungen mitzuhelfen. Somit blieben der Gemeinde mehr Geldmittel, um etwa freiwillige Aufgaben zu finanzieren.

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